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PostHeaderIcon Jahresausflug mit Werksbesichtigung Fa. Battisti, vom 26.05. bis 29.05.2005

Jahresausflug mit Werksbesichtigung Fa. Battisti,
vom 26.05. bis 29.05.2005

Donnerstag, 26.05.2005, Fronleichnam:

 Es war wieder mal so weit. Pünktlich, wie Handwerker nun mal sind, traf sich eine kleine aber erlesene Gruppe von SMVlern um 8.00 Uhr beim Busunternehmen Neumeier in Altheim/Landshut, um zum alljährlichen Ausflug zu starten. Um 8.30 Uhr ging’s dann mit unserem Busfahrer, Rudi Neumeier, los Richtung Sulz in Vorarlberg/Österreich.

Auf halber Strecke machten wir an der Raststätte „Lechwiesen“ einen Zwischenstopp um unseren Schriftführer mit an Bord zu nehmen. Rudi verköstigte uns dabei mit frischen Weißwürsten, Wienern und Brezen. Natürlich durfte auch Kaffee und, von unseren weiblichen Teilnehmern wieder köstlich zubereiteter, Kuchen nicht fehlen. So gestärkt machten wir uns auf den 2. Teil der Anreise.

Um ca. 14.30 Uhr trafen wir am Zielort, dem Firmengelände der Firma Battisti in Sulz ein, wo wir schon vom Chef persönlich und Herrn Thilo Gadorosi von SpenglerDirect erwartet wurden. Nach beiderseitiger herzlicher Begrüßung hatten wir das Vergnügen, von Herrn Battisti durch seinen Betrieb geführt zu werden. Die darin befindlichen Maschinen und Gerätschaften ließen manches Spenglerherz höher schlagen, vor allem dadurch, dass sich einer der engagierten Mitarbeiter der Firma sich trotz Feiertag bereiterklärt hatte, uns diese Wunderwerke der Technik auch vorzuführen. So wurden in Minutenschnelle aus einfachen Kupferlochgittern Trapezbleche gebogen, aus verzinkten Blechtafeln Verschlussbänder gestanzt und mit der Presse Edelstahl-Ablaufkanäle geformt. Natürlich durfte auch ein kleiner Einblick in die Roofinox-Herstellung nicht fehlen. Selbst die mitgereisten Damen waren begeistert.


 

Zur Stärkung fuhren wir anschließend zum Schlosshotel „Dörflinger“ in Bludenz um bei Kaffee, Kuchen und Eis die ersten Fachgespräche zu führen. Danach ging’s zum „Frischmachen“ in unser Hotel „Einhorn“, wo wir die nächsten Nächte verbringen sollten.

Zu Fuß machten wir uns dann um 18.00 Uhr erneut auf den Weg zum Schlosshotel, wo wir von Herrn Battisti mit Gattin und einer Freundin der Familie, die Herr Battisti als Reiseleiterin für den nächsten Tag für uns gewinnen konnte, und Herrn Gadorosi mit einem Glas Sekt begrüßt wurden. Hier konnten wir bei herzlichem Wetter die schöne Aussicht über Bludenz und auf die schneebedeckten Berge genießen, bevor wir anschließend mit einem köstlichen Essen und reichliche guten Wein (Grüner Veltliner und Zweigelt) so richtig verwöhnt wurden. Dabei wurde natürlich über Gott und die Welt gesprochen und auch kräftig gefachsimpelt. Spät in der Nacht ging’s dann zurück zum „Einhorn“.

 

Freitag, 27.05.2005:

Nach dem reichhaltigen Frühstück wurden wir um 9.00 Uhr von unserer Reiseleiterin zu einer Rundfahrt durch Vorarlberg und vorbei an interessanten Objekten der Firma Battisti, abgeholt. Unser erster Halt war dabei das neue Einkaufszentrum in Bludenz, für das die Firma Battisti eine vorgesetzte Fassade aus gelochtem Aluminium geliefert hat. Weitere Gebäude waren u.a. ein Fliesenlegerbetrieb mit einer anthrazitfarbenen Verkleidung in Form eines Kubus, deren Farbe, je nach Sonneneinstrahlung variiert. Nach einem kurzen Zwischenstop auf der Schattenburg (aus dem 14. Jahrhundert mit wunderschönem Innenhof) in Feldkirch ging es weiter zur Basilika in Rankweil. Hier hatten wir einen wunderbaren Ausblick über die Gegend bis hinüber in die Schweiz und auch auf einige Metalldächer mit „Battisti-Material“. Nach Besichtigung des „Fridolin“-Steins (der Legende nach soll der irische Heilige an dieser Stelle so intensiv für den Erhalt der Kirche oder es Klosters gebetet haben, dass seine Knie- und Armabdrücke deutlich im Stein zu sehen sind) fuhren wir wieder Richtung Sulz zur Firma Battisti.

Dort stieg Herr Battisti zu, um uns noch ein paar besondere Schmankerl seiner Arbeit zu zeigen. Dazu gehörten, u.a.:

  • Einer Schule und einem Einkauf- und Bürohaus mit vorgehängten Kupfer-Trapez-Lochgittern, die einerseits als Licht- und Blickschutz und andererseits zur Wärmedämmung dienen.
  • Eine Technologiefirma, die mit Edelstahl-Blechen, zum Teil in Lamellenform, verkleidet wurde.
  • Ein noch in Bau befindliches Objekt mit einer Fassade aus Kupferblechen, die als Z-Profil in Längsrichtung aufgebracht wurden.
  • Und, als Highlight, das neuen Eisstadion in der Messe Dornbirn, das mit Alu verkleidet wurde. Hier begeistert vor allem die gebogene Fassadenverkleidung am „Muschelkörper“.

 Diese Rundfahrt zeigte uns, was es für tolle und innovative Möglichkeiten für Spengler im Bereich der Fassadentechnik gibt. Auch die Einblicke, die Herr Battisti uns in seine Firmenphilosophie gewährte, ließen uns manche Dinge in unserem Berufsalltag neu überdenken. Leider sind die Architekten und Baubehörden in Deutschland weniger mutig bzw. die Bauherren weniger flüssig. Auf jedem Fall hat sich die Firma Battisti durch die interessanten Einblicke in ihr Leistungsspektrum als Partner für solche Projekte wärmstens empfohlen.

Herr Battisti begleitet uns dann anschließend noch zum Rolls-Royce-Museum, wo er sich von unserer Gruppe verabschiedete und sich dabei für das große Interesse bedankte. Unser 1. Vorsitzender, Werner Fünfer, bedankte sich seinerseits für die tollen Führungen  und die großzügige und hervorragende Bewirtung im Schlosshotel. In der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen wurde dann Abschied genommen.

Eine andere Art der Spenglerarbeit wartete dann bei der Museumsführung auf uns. Hier wurde uns neben einer Nachbildung der ersten Rolls-Royce-Werkstatt und einigen berühmten Fahrzeugen, die z.B. in Besitz der Englischen Königin, Sir Laurence von Arabien oder Herbert von Karajan waren, auch Einblick in die Restauration dieser automobilen Schmuckstücke, die rein in Handarbeit vollzogen wird, gewährt. Mit der Erkenntnis, dass sich vermutlich keiner von uns je so ein Prachtstück leisten kann (und auch nicht muss), stärkten wir uns erst mal mit einer Brotzeit, bevor wir uns auf den Rückweg zum Hotel machten.

Am Abend spazierten wir dann zur Talstation der Muttersberg-Bahn. Von dort ließen wir uns per Gondel zum Gipfel des Muttersberg fahren, wo wir bei herrlicher Aussicht und einem leckeren Abendessen den Tag ausklingen ließen. Das letzte Highlight dieses interessanten Tages war dann noch die Nachtfahrt mit der Gondel zur Talstation. Der Blick ins Tal mit der beleuchteten Stadt und den Seitentälern war atemberaubend.

Samstag, 28.05.2005:

Nach den ereignisreichen vergangen Tagen ließen wir es heute etwas ruhiger angehen. Eine Fahrt nach Bregenz stand auf dem Programm.

Von einem der Mitarbeiter der Bergbahn hatten wir den Tipp bekommen, dass sich im benachbarten Ludesch ein interessanter Spenglerbetrieb befindet. Also machten wir uns nach dem Frühstück um 9.00 Uhr auf den Weg dorthin. Natürlich war der Betrieb am Samstag geschlossen, was allerdings ein paar Kollegen nicht davon abhielt, visuelle „Werksspionage“ zu betreiben.

Nach diesem kurzen Zwischenstop fuhren wir direkt nach Bregenz. Hier wurden den Bedürfnissen der Damen mit einem ca. 2 ½ stündigen Stadtbummel inkl. Mittagessen Rechnung getragen. Während die einen der Uferpromenade entlangspazierten und die Seebühne besichtigten sprang bei dem einen oder der anderen doch das eine oder andere Schnäppchen in die Tüte. Um 13.30 Uhr ging’s dann Richtung Talstation der Pfänderbahn und dann, wiederum per Gondel, zum Gipfel. Hier gab’s von verschiedenen Rundwanderwegen (10 min., 2 ½ Stunden, usw.), über Besuch der Adlerwarte mit Flugvorführung und Alpenzoo-Spaziergang bis hin zur gemütlichen Kaffeepause genügend Möglichkeiten um die Zeit bis zur Talfahrt um 16.30 Uhr sinnvoll zu nutzen. Zumal das herrliche Sommerwetter mit der traumhaften Aussicht über den Bodensee und die umliegenden Alpengipfel sehr zum Verweilen einlud.

So gestärkt an Körper, Seele und Geist fuhren wir dann zurück zum Hotel, um uns für den Abend hübsch zu machen. Stand doch ein Abendessen im Biergarten des Nova-Bräus mit anschließendem Besuch der Bludenzer Kulturnacht auf dem Programm. Leider mussten wir beim Verlassen des Hotels feststellen, dass mittlerweile dunkle Wolken über den Bergen aufgezogen waren. Dies hielt uns aber nicht ab, uns zu Fuß in den Biergarten zu begeben und uns dort zu verköstigen.

Während des Essens hielt das Wetter noch einigermaßen, was einige von uns doch dazu bewog, sich in die Kulturnacht zu stürzen. Der Großteil der Gruppe ging aber auf Nummer sicher (der Regen wurde dann auch ziemlich heftig) und beschloss den Abend in den Gasträumen des Nova-Bräus.

Sonntag, 29.05.06:

Ein Vorschlag unseres Busfahrers führte uns auf unserer Heimreise nach Lindau. Da das wunderbare Sommerwetter zurückgekehrt war, konnten wir nach einem Spaziergang entlang der Uferpromenade einer Schifffahrt nicht wiederstehen. So buchten wir kurzerhand noch eine einstündige Rundfahrt auf dem Bodensee, die uns entlang der Insel, über die Rheinmündung vorbei an Bregenz und zurück zum Hafen von Lindau führte. Der Abstecher nach Lindau war die passende Abrundung für den gelungenen Ausflug.

Zufrieden machten wir uns auf den Heimweg auf den wir wiederum eine kurze Kaffeepause am Rasthof „Lechwiesen“ einlegten, um die letzten Kuchenreste zu vertilgen. Um 18.30 Uhr „landeten“ wir dann wieder glücklich in Landshut, wo die verbleibenden dann die entgültige Heimreise antraten.

Für alle, die leider an dieser Fahrt nicht teilnehmen konnten, bleibt zu sagen, dass es wieder riesigen Spaß gemacht hat und wir wieder gestärkt mit neuen Eindrücken und Wissen (und ein paar Pfründchen mehr), bestärkt in der Tatsache, dass wir mit unserer Einstellung und unserer Arbeitsweise doch nicht so verkehrt liegen und durch die Firma Battisti verstärkt mit einem (neuen) Arbeitspartner, der für manches diffizilen Blechproblem die Lösung in der Schublade hat.

(Conny Dussmann)

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